Polizeipräsident Thomas Ebling hat es deutlich gemacht: Der Berliner Platz ist sicher, d.h. relativ sicher für einen viel frequentierten öffentlichen Raum.

Dass die Politik Gefühle bearbeiten will, die sie erst selbst mühsam zu wecken versucht, ist eine ungute Entwicklung. Der Berliner Platz ist kein Angstraum, er wird zu einem gemacht.

Wie schon in der Stadtratssitzung im Dezember 2018 offenkundig wurde, sprechen die Daten und Fakten eine andere Sprache als der Alarmismus einiger Kommunalpolitiker. Unser Dank gilt der Polizei, die hier das verfügbare Material gut aufbereitet hat, trotz schwieriger Datenerhebung.

Ist am Berliner Platz alles in Ordnung? Nein, ganz sicher nicht, schon gar nicht ästhetisch. Ist er ein „Angstraum“? Tagsüber ganz sicher nicht. Und des Nachts auch nicht, jedenfalls dann nicht, wenn man zur eigenen Sicherheit die gleichen vernünftigen Regeln beherzigt, die man vernünftigerweise auf allen öffentlichen Plätze in Großstädten auf unserem Planeten beherzigen sollte.

Wer den Berliner Platz sicherer machen will, muss für eine qualitativ besseres Angebot in der Innenstadt sorgen, die Aufenthaltsqualität, insbesondere die ästhetische Anmutung verbessern und natürlich weiterhin und regelmäßig mit dem Ordnungsdienst und der Polizeistreife präsent sein.

Denn eine belebte Stadt ist das beste Mittel gegen Vandalen aller Art.

Wie der Rheinpfalz-Artikel vom vergangenen Donnerstag auch klar herausstreicht, geht es beim Thema Sicherheit nicht nur um den eigentlichen Berliner Platz, sondern der gesamte Bereich zwischen Innenstadt, Rheinufer, S-Bahnhof-Mitte und Walzmühlenareal sind in Überlegungen zum Thema Sicherheit einzubeziehen. Wir erwarten von den neuen Projektverantwortlichen der Walzmühle eine angemessene Beteiligung und Vorschläge, wie das Umfeld des sog. Shoppingcenters heller und freundlicher gestaltet werden kann.